Mit einem Konzert am Ostersonntag begeisterten die Mitglieder des Musikvereins Thierhaupten auch in diesem Jahr ihre Gäste. Verstärkt wurde der bleibende Eindruck von der Jugendkapelle, die nach zehnjähriger Abstinenz quasi als Vorgruppe des Gesamtorchesters auftrat.

Andreas Glatzmaier am Taktstock und seine Aktiven enttäuschten die nach dem begeisternden Dreikönigskonzert hohen Erwartungen keinesfalls. Im Gegenteil: Trotz der akustischen Nachteile des Tassilosaales gegenüber dem Kirchenschiff von St. Peter und Paul gelang es, noch eine Schippe draufzulegen. Sicher mit ein Grund für das Hörvergnügen waren die ausgewählten Stücke, die sich allesamt mit nördlicheren Gefilden beschäftigten.

Osterkonzert 2019

Obwohl das Programmheft für das Gesamtorchester mit nur fünf Titeln überschaubar schien, war die Darbietung abendfüllend, handelte es sich doch um komplexe, teils mehrsätzige Kompositionen. Als Beispiel sei die Suite „Hymn of the Highlands“ von Philip Sparke angeführt. Tatsächlich fühlten sich die Zuhörer mitten in die grünen schottischen Hochebenen versetzt, wo Dudelsäcke spielen und die Galloways friedlich grasen. Vorsitzende Manuela Mair, Elisabeth Michels und Georg Neukirchner kamen dabei als Solisten mit einem Saxofontrio zu Wort.

Genau das Gegenteil von friedfertig folgte schon im anschließenden Stück „Voice of the Vikings“, das die Nordmänner eindrucksvoll auf einem ihrer Beutezüge begleitete. Mit einem lange anhaltenden Schlussapplaus sparte das Publikum im bestens besetzten Saal nicht mit Lob für die intensive Vorbereitung.

Andreas Glatzmaier und das Gesamtorchester ließen sich dann doch zu einer Zugabe erweichen: Diese kam mit dem fröhlichen „Funiculì Funiculà“ aus südlicherer Gegend.

Zuvor hatte schon die Jugendkapelle mit „I do it for you“ von Bryan Adams (Arr. Ron Sebregts), „Schmelzende Riesen“ von Armin Kofler und „Eiger“ von James Swearingen“ auf sich aufmerksam gemacht. Mit den beiden letzten Stücken will man auch bei den Wertungsspielen im Mai in Gersthofen antreten – mit wohl guten Erfolgsaussichten, wie am Ostersonntag zu hören war. Respekt verdient der im Vorfeld gezeigte Einsatz mit zahlreichen Proben. Sowohl Dirigent Andreas Glatzmaier als auch 18 Aktive standen dabei unter Doppelbelastung, da sie sowohl in der Jugendkapelle als auch im Gesamtorchester spielten.

Quelle: Augsburger Allgemeine

„Hörgenuss satt“ bekamen die Gäste am Sonntag beim Dreikönigskonzert des Musikvereins Thierhaupten serviert. Einen nicht unbedeutenden Beitrag zu dem bleibenden Eindruck steuerte dabei die Akustik des Kirchenschiffs von Sankt Peter und Paul bei.

Lang anhaltender Applaus war für die Aktiven im Altarraum der Thierhauptener Pfarrkirche Sankt Peter und Paul am Dreikönigstag Lohn für einen starken Auftritt und die immerhin seit Anfang September währende Vorarbeit. Die zahlreichen Gäste erkannten damit nicht nur das soeben Gehörte, sondern eine ganze Reihe von Proben, anfangs einmal pro Woche, dann mit etwas erhöhter Schlagzahl, an.

3 Koenig

Mit „A Christmas March“ von Phil Sparks und dem folkig angehauchten Choral „Good King Wenzeslav“ aus dem 16. Jahrhundert ließen sich Dirigent Andreas Glatzmaier und seine 45 Musiker gerne noch zu zwei ebenfalls hörenswerten Zugaben erweichen. Nach den einleitenden Worten des Gastgebers Pfarrer Werner Ehnle war sie sofort hör- und spürbar: die unvergleichliche Akustik des Kirchenraums, die der Musik den richtigen Ton und Nachhall verleiht. Das 75-minütige Programm drehte sich vorwiegend um England und begann mit „God Rest You Merry Gentlemen“, um dann über Schottland einmal um die ganze Erde zu führen. 

Deutlich konnten die Zuhörer die zuvor von Sprecherin Anja Gastl erwähnten Stationen von „In 80 Tagen um die Welt“ akustisch verfolgen. Ob Frankreich, Italien oder auch das ferne Indien, mit trompetenden Elefanten, alle Reisestationen waren sauber herausgearbeitet, und die Gäste waren mitten dabei, als es durch den Wilden Westen ging und die Eisenbahnreise durch die USA in New York endete. Sogar die abschließende Dampferfahrt gegen die Uhr zurück nach England war zu hören. Bei den weiteren Stücken blieb es bei einem einzigen Ausflug auf den Kontinent: „Polish Christmas Music“, eine Zusammenstellung weihnachtlicher Melodien aus unserem östlichen Nachbarland. „Gerne wieder“, war am Ende unter den auf einen Glühwein ins Musikheim eingeladenen Zuhörern Lohn für das Gehörte und darf zugleich als Ansporn für das Dreikönigskonzert 2020 verstanden sein.

Quelle: Augsburger Allgemeine