Am Freitag, 14. August 2026, stand die 60. Festwoche Thierhaupten ganz im Zeichen der Musik. Beim Kinder- und Seniorennachmittag sowie am anschließenden Tag der Betriebe & Landwirtschaft waren gleich zwei Formationen des Musikvereins Thierhaupten im Festzelt zu hören: zunächst die Jugendkapelle Thierhaupten, am Abend dann die Original D’Lechtaler Musikanten. Und auch die Temperaturen passten zum Programm: Bei weit über 30 Grad im Festzelt wurde es nicht nur musikalisch ein heißer Festwochen-Tag.
Am Nachmittag nahmen mehr als 30 junge Musikerinnen und Musiker der Jugendkapelle auf der Bühne Platz. Unter der Leitung von Florian Kriner präsentierten sie ein abwechslungsreiches Programm, das eindrucksvoll zeigte, wie vielseitig der musikalische Nachwuchs in Thierhaupten aufgestellt ist.
Mit dem gefühlvollen „Augenstern Walzer“ und der schwungvollen „Sorgenbrecher Polka“ war traditionelle Blasmusik ebenso vertreten wie bekannte Klassiker. Bei „Böhmischer Traum“ und „Wir Musikanten“ durften natürlich zwei echte Publikumslieblinge nicht fehlen. Dass die Jugendkapelle aber auch ganz andere Töne beherrscht, bewies sie mit modernen Stücken wie „Summernight Rock“ und „Narcotic“. Trotz der großen Hitze überzeugten die jungen Musikerinnen und Musiker mit einem klangvollen und abwechslungsreichen Auftritt und sorgten so für einen gelungenen musikalischen Nachmittag.
Am Abend übernahmen schließlich die Original D’Lechtaler Musikanten die Festzeltbühne. Zum Auftakt gab es genau das, was zu einem Festabend in Bayern gehört: ein bayerisch-böhmisches Blasmusikprogramm mit Märschen, Polkas und Walzern. Das Programm führte dabei von „Preußens Gloria“ über „Sterne der Blasmusik“ und „Kaiserin Sissi“ bis zu Stücken wie „Böhmische Liebe“, „Mein Flügelhorn“ oder „Stelldichein in Oberkrain“.
Eine besondere Thierhauptener Note bekam früh am Abend der Marsch „Mir san die Kaiserjager“. Für den ursprünglich militärisch geprägten Marsch hatten die D’Lechtaler einen eigenen Text gedichtet und machten ihn damit kurzerhand zu ihrem ganz persönlichen Festwochen-Stück.
Ein besonderer Gruß ging anschließend an unsere Freunde aus Anzefahr, der Partnergemeinde Thierhauptens. Für sie erklang passend „Es ist schön (bei Euch zu sein)“. Auch Stücke, bei denen das ganze Zelt mitsingen konnte, durften nicht fehlen: Bei „Dem Land Tirol die Treue“ und der „Vogelwiese“ waren die Besucherinnen und Besucher längst nicht mehr nur Zuhörer.
Wie es bei den Original D’Lechtaler Musikanten längst dazugehört, folgte auf den bayerisch-böhmischen Teil am späteren Abend das moderne Partyprogramm. Gegen 21:30 Uhr nahm der Abend damit musikalisch noch einmal deutlich Fahrt auf. Bernhard Kiss übernahm die Moderation und heizte dem Publikum ordentlich ein. Stücke wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“, „Sweet Caroline“, „Summer of ’69“, „Narcotic“, „Major Tom“, „Westerland“ oder später „Wackelkontakt“ ließen das Festzelt endgültig zur Partyzone werden. Einen großen Teil dieses modernen Repertoires hatte Bernhard Kiss selbst für die D’Lechtaler arrangiert.
Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten: Im Zelt wurde getanzt, geklatscht und lautstark mitgesungen, zahlreiche Gäste standen auf den Bänken. Aus dem geplanten Abendprogramm wurden schließlich mehrere Zugaben – und die Original D’Lechtaler Musikanten spielten bis kurz nach ein Uhr nachts weiter.
Damit zeigte dieser Festwochen-Freitag einmal mehr die ganze musikalische Bandbreite des Musikvereins Thierhaupten: vom starken Nachwuchs der Jugendkapelle über traditionelle böhmische Blasmusik bis hin zur ausgelassenen Partymusik spät in der Nacht. Ein heißer Tag im Festzelt – in jeder Hinsicht.
