Mit seinem schon traditionellen Jugendkonzert im Herbst zeigte der Musikverein Thierhaupten am Sonntagnachmittag, dass es um den musikalischen Nachwuchs bestens bestellt ist. Im gut gefüllten Tassilosaal übernahm Josef Kretzmann zusammen mit seinem Schüler Moritz Dietsche und dem von Stefan Dünsel komponierten Posaunenruf die Eröffnung. Dass der Zwölfjährige erst seit sechs Monaten Unterricht hat, war dabei ebenso wenig zu bemerken wie beim anschließend als Quartett gespielten mittelalterlichen Rundtanz.
In ihrer kurzen Begrüßung wies Jugendleiterin Katrin Schmid auf die im abgelaufenen Jahr absolvierten Auftritte und gemeinsamen Unternehmungen der Nachwuchssparte hin. Demzufolge haben die jungen Musikerinnen und Musiker neben den üblichen Unterrichts- und Probestunden einen gut gefüllten Terminkalender.
Im Programm übernahmen nun die Holzinstrumente die Bühne. „Die Elefanten“ von Helga Warner-Buhlmann hieß ihr Einsteigerstück. Der „Twilight-Tango“ bildete schließlich den Übergang zum Saxophonensemble. Jürgen Neukirchner hatte sich bei der Auswahl der Stücke an die 20er- und 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts gewandt. Die von ihm dirigierten Aktiven brachten damit den seinerzeit vorherrschenden Sound der Zeit zu Gehör.
Als Ergänzung zum Einzelunterricht ist es für den Nachwuchs auch wichtig, das Zusammenspiel im Orchester zu lernen. Bei den JuMus – den Jungmusikanten – werden dazu erste Erfahrungen gesammelt. Stefan Gastl führte den Taktstock zu den schon weihnachtlich klingenden Melodien. Eine Zugabe in Form des „Reisenden in der Fremde“ durfte nicht fehlen.
Den abschließenden Programmpunkt übernahm die Jugendkapelle unter der Leitung von Florian Kriner. Wie der Ansage von Katrin Schmid zu entnehmen war, stimmt die Chemie zwischen dem Klangkörper und ihrem erst seit knapp einem Jahr tätigen Dirigenten. Ob klassische Polka („Gablonzer Perlen“ von Antonín Borovička) oder das moderne „Funky Town“ von Steve Greenberg – die Jugendkapelle überzeugte auf der ganzen Linie.
Die mit viel Applaus geforderte Zugabe gab es schließlich doch in Form des „Bozener Bergsteigermarsch“.
Beim anschließenden Kaffee und Kuchen im früheren Kuhstall war für Eltern, Großeltern und Freunde ausreichend Gelegenheit zum Austausch.