Der Musikverein und der Heimat- und Trachtenverein präsentierten Thierhaupten auf dem Oktoberfestumzug 2010.

Am Sonntagmorgen um 6.30 Uhr trafen sich am Klosterparkplatz in Thierhaupten fast 6Oktoberfest0 Musikanten und über 30 Trachtler in altbairischer Tracht. Noch etwas verschlafen aber dennoch aufwendig herausgeputzt machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach München, um am diesjährigen Schützen- und Trachtenumzug unser Dorf würdig zu präsentieren.

Am Deutschen Museum trafen nach und nach Gruppen aus ganz Bayern ein und begaben sich zur Aufstellung für den festlichen Oktoberfestumzug anlässlich der Jubiläumswiesn 2010. Mit Startnummer 43 waren wir Thierhauptener Teilnehmer im vorderen Bereich des Umzugs aufgestellt. Trotz einer Wartezeit von mehr als zwei Stunden wurde es keinem von uns langweilig, da hier und dort immer wieder ein Marsch zum Besten gegeben wurde und auch für die Versorgung mit Getränken ausreichend gesorgt war.

Dann ging es endlich los! Kurz nach halb 12 Uhr setzte sich unser Zug in Bewegung und begab sich auf den ca. 7 Kilometer langen Weg zur Theresienwiese quer durch die Münchner Innenstadt. Die Marschroute führte uns von der Maximilianbrücke über die Residenzstraße vorbei an der Feldherrenhalle zum Odeonsplatz, wo die Live-Übertragung des Bayerischen Rundfunks stattfand. Mit dem Marsch „Musik, Musik“ präsentierten wir uns vor der bayerischen Prominenz, wie dem Ministerpräsident und dem Oberbürgermeister. Auch wurden wir durch die Moderatoren im Fernsehen namentlich erwähnt.

Dann ging es in großen Schritten und vorgeschriebenem Marschtempo 108 über den Maximiliansplatz und dem Stachus zur Theresienwiese. Getragen von den vielen Tausend begeisterten Zuschauer am Straßenrand gelangten wir dann doch noch an unser Ziel.

Als wir schon von weitem die Bavaria sahen wussten wir, jetzt ist es nicht mehr weit bis zu unserer wohlverdienten kühlen Mass Bier im Hofbräu-Zelt.

Nach reichlicher Stärkung und dem Flanieren über die Wiesn ging es für uns auch schon wieder zurück nach Hause. Wie es sich jedoch für richtige Musikanten gehört, marschierten wir in nun gewohnt flottem Tempo zurück zum Bus. Zu unserer Überraschung trafen wir noch auf den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, der uns aus seinem Dienstwagen heraus zuwinkte und applaudierte.

Auf der Heimreise waren sich trotz der Anstrengungen und der langen Vorbereitungen die erschöpften Musikanten und Trachtler einig, dass für uns die Teilnahme ein tolles Erlebnis und ein voller Erfolg war. Und wer weiß, vielleicht sind wir schon bald wieder mit dabei.

Berichtet von Rebekka Mertl und Markus Birkner.

 



 

Mittlerweile zum 6. Mal fand am Sonntag den 17.10.2010 das Jugenkonzert 2010Jugendkonzert unter dem Motto „Unsere Jugend macht Musik“ im ehemaligen Benediktinerkloster Thierhaupten statt. Im bis auf den letzten Platz besetzten Klostersaal  zeigte die gesamte Jugend des Vereins ihr Können und erntete dafür tosenden Beifall von den begeisterten Besuchern.

Nach der Einleitungsmusik und der Begrüßung durch Jugendleiterin Janina Scherbinski spielte das Zöglingsorchester unter der Leitung von Bernhard Kiss auf. Mit spanischen und rockigen Rhythmen bewiesen die ca. 40 sich noch in Ausbildung befindenden Kinder den anwesenden Eltern und Großeltern ihr musikalisches Talent.

Als Highlight wurden in diesem Jahr vier Stücke aus dem Musical „Grease“ aufgeführt. Geleitet von Konstanze Mertl, die in diesem Rahmen ihre Facharbeit im Leistungskurs Musik vorstellte, wurden die neu arrangierten Szenen aufgeführt. Auf der dekorierten Bühne heizten die T-Birds in Lederjacke und Sonnenbrille den Pink-Ladies im Petticoat und den Zuschauern mächtig ein. Die Akteure des Chores und die Musiker wurden vom sehr positiv überraschten Publikum für die Liebesgeschichte von Sandy und Danny mit „Standing Ovations“ für ihre Leistung belohnt.

Nach der Pause mit Kaffee und Kuchen leitete das Saxophon-Ensemble den zweiten Teil des Konzerts ein. Anschließend bewies die Jugendkapelle mit ihren ca. 50 Mitglieder unter der Leitung von Richard Scheicher ihr mittlerweile hohes musikalisches Niveau. Mit Titeln wie „Pasadena“, „Herr der Ringe“ und „Castle of Bray“ überzeugten die jungen Musiker und zeigten mit dem Marsch „Mein Heimatland“ auch ihr gesangliches Talent.

Mit dieser fulminanten Vorstellung präsentierte sich die Jugend in Topform. Im Musikverein Thierhaupten hat die Jugendausbildung einen besonderes hohen Stellenwert und man ist zu Recht sehr Stolz auf die Leistungen und das Engagement der sehr talentierten Jungmusiker.

Ein Bericht von Rebekka Mertl und Markus Birkner.

 





 

Über 250 Zuhörer fanden sich zum zweiten großen Konzert des Chorkonzert 2010Chors des Musikvereins Thierhaupten ein. Der Chor, der sich The Animalheadson Singers nennt und vor vier Jahren gegründet wurde, besteht aus aktiven Mitgliedern des Musikvereins. Chorleiterin Michaela Strobel hatte als Konzert-Titel „Querbeet“ gewählt. Und so eröffneten die 15 jungen Sängerinnen und Sänger den Nachmittag mit „Let Me Entertain You“ von Robbie Williams und Guy Chambers. 

Mit dem Kanon „Latin-Turn-Around“ von Anne Kohler wurden die einzelnen Stimmen des gemischten Chores vorgestellt. An bekannter Filmmusik versuchten sich die jungen Sänger gekonnt mit „Hallelujah“ aus dem Walt-Disney-Film „Shrek 2“ und „We Are One“ aus dem Hollywood-Streifen „Der König der Löwen 2“. 

„Die Stärke einer Frau“ aus „Rebecca“ von Sylvester Levay wurde von Konstanze Mertl und Ramona Lesti sehr einfühlsam dargeboten wie auch „Mrs. De Winter bin ich“ von Janina Scherbinski und Marianne Birkner. Ebenfalls aus „Rebecca“ stammte das im Duett gesungene „Jenseits der Nacht“ von Karoline Knauer und Martin Schreier. 

„Dich kennen heißt dich lieben“, aus dem Musical „Amadeus“, sangen Monika Kastl und Markus Birkner auf der blumengeschmückten Bühne und ernteten für ihre „Liebesromanze“ frenetischen Applaus. Abgerundet wurde der bunte Liederreigen durch Hits wie „Tears in Heaven“ von Eric Clapton, „Angels“ von Robbie Williams oder „It’s My Life“ von Jon Bon Jovi. 

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich das begeisterte Publikum mit Standing Ovations bei allen aktiven Sängerinnen und Sängern, dem Begleiter am Klavier, Matthias Bergert, und bei Dirigentin Michaela Strobel, die in einer tollen Gemeinschaftsleistung einen fantastischen Musiknachmittag im Schützenheim auf die „Bretter“ gezaubert hatten.

 

Quelle: Augsburger Allgemeine

 

 

Mit ihren hohen Erwartungen an den Projekttag des Bezirksjugendorchesters (BZJO) in Thierhaupten sollten die Jugendlichen nicht enttäuscht werden, dementsprechend hoch war die Neugier von Prof. Mösenbichler etwas Neues zu lerneProbetag ASMn. Die Erfolge der intensiven Probenarbeit waren bereits nach wenigen Stunden zu hören. Dazu packte Mösenbichler sein ganzes Methodenrepertoire aus: Es reichte von konzentrierten Atemübungen bis zu Gesangsübungen, um die Gehörschulung zu trainieren. Die Musikanten sangen aus den Konzertstücken Akkorde und Phrasen. Durch die hiermit erzielte hohe Aufmerksamkeit setzte das junge Orchester die Anregungen sofort um und es entwickelte sich eine saubere, präzise Musik. 

Die Musiker lernten Mösenbichler, welcher am Bruckner Konservatorium in Linz Blasorchesterleitung unterrichtet, als einen sehr sympathischen Musikpädagogen kennen. Er erklärte den Jugendlichen die Musik mit viel Gefühl und einfachen Worten, ohne sie dabei technisch zu überfordern. Manfred Braun Organisator des Bezirksjugendorchesters schätzte seine hohe Sensibilität für die Nähe zu den einzelnen Musikanten. 

Vizelandrat Max Strehle überraschte Mösenbichler und das BZJO noch während der Probenarbeit. Er zeigte sich erfreut, in welch kurzer Zeit das Orchester Konzertstücke in Oberstufenniveau vortragsreif eingeübt hatte. Er bedankte sich bei Mösenbichler, dass er sich die Zeit genommen hat, um mit den jungen Musikanten aus dem Landkreis zu arbeiten. An den Organisator des Bezirksjugendorchesters Manfred Braun vom Allgäu-Schwäbischen-Musikbund (ASM) hatte er den Wunsch, er solle das Projekt Jugendorchester als Flaggschiff der Jugendarbeit im ASM weiterentwickeln. Strehle überreichte jedem Jugendlichen eine Urkunde von Teilnahme am Projekttag. „Wir sind mit unserer Jugendarbeit erfolgreich“ sagte stellvertretender Bezirksdirigent, Manfred Braun. Orchester und Kleingruppen erzielten bei Wettbewerben des ASM Bestplatzierungen. Von der Arbeit auf dem hohen Niveau im Bezirksjugendorchester könnten die Vereine im Bezirk 15 profitieren. 

Dank richtete die Bezirksvorsitzende Angela Ehinger an den Musikverein Thierhaupten, Landkreis und Kreissparkasse für die Unterstützung: „Mit anspruchsvoller Blasmusik können Jugendliche begeistert und motiviert werden“.

 

Quelle: Augsburger Allgemeine

 

 

"Mit Dir zusammenzuarbeiten, ist eine Freude. Deine geistliche Nähe wird mir fehlen.“ Abschied des DompfarrersWarmherzige Worte wählte Stadtdekanin Susanne Kasch, als sie ihren katholischen Kollegen Dompfarrer Konrad Hölzl am Sonntag im Dom in den baldigen Ruhestand verabschiedete. Er habe ihr die katholische Kirche lieb gemacht dank seiner eigenen Liebe zu seiner Kirche und dank seiner Hingabe zum Priesterberuf.

Den 70-jährigen Prälaten, der 15 Jahre lang die Dompfarrei geleitet hatte, ernannte Heiner Maresch, der Pfarrgemeinderatsvorsitzende, zum Ehrendompfarrer. „Von jetzt an dürfen Sie an jeder Domführung umsonst teilnehmen“, sagte er launig. Maresch dankte für ein lebendiges Pfarrleben: „Wir konnten uns wohlfühlen und unseren Glauben stärken.“ Auch Claudia Schlegel, der Pfarrhausfrau, Sekretärin und gutem Geist im Pfarrheim, dankte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende.

Von den Lechtaler Musikanten aus seiner Heimatgemeinde Thierhaupten wurde Prälat Hölzl nach dem Gottesdienst im Kreis von zehn Priestern mit zünftiger Blasmusik zum Pfarrfest in den Domgarten begleitet. Wegen einer Fußerkrankung brauchte er eine Krücke. Ein „deutlicher Fingerzeig Gottes“ sei es, dass er nach Jahren bei bester Gesundheit nun mit mehreren Leiden zu kämpfen habe, sagte Hölzl.

In seiner Predigt warb er wiederholt für ein konstruktives Miteinander in der Kirche. Sie sei eine Gemeinschaft der Glaubenden - „das dürfen wir nicht aus den Augen verlieren“. Wenn Kirche zulasse, dass Gottes Geist immer wieder verkrustetes Denken aufbreche, „lebt sie in der Gemeinschaft und lernt, mit allen Sinnen und Kräften zu lieben.“

Quelle: Augsburger Allgemeine